Home Kontakt Links Impressum Presse Intern
Aktuell

Nächste Probe

So. 04.03.2012
von 11:00 - 17:00h

(BiB Altona, Gefionstr. 3)

Konzerte

Fr., den 08.06.2012
"Gänsehaut"
(Goldbekhaus
Moorfuhrtweg 9)



Tourbericht  R&V Connection
vom 10.10. bis 14.10.2008 nach Waiblingen

Chor: R & V Connection
Gastsolistin: Miriam Schüler
Band: Niklas am Bass, Jan an der Gitarre, Julian am Schlagzeug, Torsten am Klavier

Freitag, 10.10.08

14.00 Uhr : Ohne Verzögerungen Abfahrt! Stimmung ist gut.
In Hannover stießen Lara und Niklas dazu. Jetzt waren wir für die Fahrt komplett. Am Zielort würden wir Kerstin und Basti treffen, die sich von Mailand auf den Weg gemacht haben sowie unser Waiblinger Chormitglied Norbert.
Ohne erwähnenswerte Verkehrsbehinderungen kamen wir nach genau 10 Stunden um 24.00 Uhr in Waiblingen vor unserer Unterkunft, dem Jugendgästehaus „Insel“ an. Die gepflegten Zimmer wurden eingenommen und man traf sich noch in lockerer Runde oben im Gemeinschaftsraum, der auch einen Raucher-Balkon zu bieten hatte.

Samstag, 11.10.08

8.30 Uhr Frühstück „Was kann man Ihnen zu trinken bringen?“ wurde der geflügelte Satz der Waiblinger Morgen, wir wurden bedient wie im Hotel. Die Unterkunft war klasse, gute Wahl, Norbert!
10.00 Uhr Stadtführung durch Waiblingen. Durch den herbstlichen Morgendunst setzte sich die Sonne durch.  Wir lernten Fachwerkhäuser kennen, erfuhren viel über verputzten und unverputzten Fachwerkbau. Wenn Fachwerk nicht verputzt wurde, dann war es zumindest farbig (rot, ocker) gestrichen und zeigte Verzierungen. Die Altstadt Waiblingens stammt aus dem 17. Jahrhundert und ist wunderhübsch anzusehen.
Waiblingen wird von einer noch erhaltenen Stadtmauer umgeben, an dessen Innenseite es einen schmalen, dunklen Mauergang gibt. Für Fußgänger geeignet, sofern es keinen Gegenverkehr gibt. Idealer Platz für nächtliche geheime Treffen; vielleicht auch Gefahr vor dunklen Gestalten.
Vom Hochwachtturm hat man einen tollen Blick auf Altstadt und Gärten.
Besichtigt haben wir noch die Michaelskirche sowie das "Nonnenkirchlein“ aus dem 15. Jahrhundert, in dem wir einen Gesang anstimmten, der viel zu kurz dauerte und jedem ins Bewusstsein rückte, warum wir gemeinsam auf Reise sind.

Nachmittags trafen wir uns zur Probe mit der „Popcollection“ in einer Grundschule. 12 supernette Leute, die uns mit besonderer Offenheit empfingen und sich mit großer Selbstverständlichkeit zwischen uns mischten als täten sie das täglich. Ihre Chorleiterin Margit probte mit uns auf recht dynamische Art die 3 Gospel, die wir heute Abend gemeinsam singen würden. In der Pause wurde mit Sekt und O-Saft angestoßen, die Sonne machte den Eindruck als sei noch Sommer, so dass das Pausenende unpassend war.
Nach der Probe ging’s ab nach Bad Cannstadt, wo im Kursaal alle Vorbereitungen für das abendliche Konzert getroffen werden mussten. Der Chor hatte noch Zeit, sich im Park in der Sonne bei Kaffee und Kuchen zu stärken.


19.30 Uhr Konzert mit der „Popcollection“. Dank der Popcollection waren es im Publikum doch so ca. 90 Leute. Es kamen aber auch Verwandte und Freunde einiger Mitglieder von R&V! Das Konzert machte Spaß und kam beim Publikum gut an, also konnten wir alle zufrieden sein.
Die Popcollection bestach durch Gesangssicherheit, Choreografie und  Bühnenzauber mit verschiedenen Requisiten. Ihre Ausstrahlung und Show wirkte äußerst professionell.
Bei einem gemeinsamen Essen im Kursaal konnte unsere Spannung abfallen und die Vermischung beider Chöre voranschreiten, dies erleichterte auch die lockere Sitzordnung.

23.30 Abfahrt des Busses Zur „Insel“ nach Waiblingen. Ab 24.00Uhr begann das individuelle Nachtprogramm. Einige schlugen sich durch die Waiblinger Nachtszene, bis alle Lokale schlossen, andere trafen sich auf ein Getränk (oder mehrere) im Gemeinschaftsraum des Gästehauses.

Sonntag, 12.10.08

10.00 Abfahrt nach Tübingen. Bei herrlichem Wetter kamen wir in einer noch sonntäglich verschlafenen „Blumen“stadt an. Geschmackvolle üppige Blumenarragements wohin das Auge blickte. Die Aufbauten von Straßenverkäufern in der Fußgängerzone kündigten an, dass es nicht menschenleer bleiben würde.

Erster Programmpunkt: Stocherkahnfahrt auf dem Neckar. Mit 16 Personen jeweils nahmen wir
in einem Kahn Platz, der recht komfortabel war durch seine ausladenden und zum Entspannen einladenden Rückenlehnen.  Die Stimmung war trotz der Witze des Gondoliere lustig.
Interessantes hatte er über die zahlreichen (schlagenden) Verbindungen in Tübingen zu berichten sowie über Herrn Hölderlin.Bleibendes Erlebnis für jedes Chorsänger-Herz war die Zusammenkunft mit dem Nachbarboot unter einer breitenNeckarbrücke, die für ihre gute Akustik
berühmt ist. Man kann sich denken, was nun geschah. Wir hatten wiedereinen unplanmäßigen Auftritt.

VIDEO von LONESOME ROAD ([an error occurred while processing this directive]B )

Danach war Schlendern durch die Stadt und Rasten in Cafés angesagt.
Viele nahmen später an einer Führung durch den Tübinger Kerker und die Altstadt teil. Auch hier gab es viel Fachwerk zu sehen, insbesondere solches, das auf einer engen Grundfläche gebaut, sich in der Höhe treppenartig verbreiterte, um innen mehr Platz zu schaffen.

Am Abend auf dem Rückweg nach Waiblingen machten wir einen Abstecher nach Fellbach, um auf dem Herbstmarkt oder dem Weinfest einen schwäbischen Zwiebelkuchen oder Schmandkuchen mit „neuem Wein“ zu probieren. Wenn man als Schleswig-Holsteiner/in Federweißer erwartete, wurde diese Erwartung enttäuscht. Der Wein war süß wie Traubensaft und sprudelte nicht. Zum Glück gab es jede Menge anderer Weinsorten, so dass die Stimmung stetig stieg. Rechtzeitig bevor der Bus fuhr, wurde uns noch ein Feuerwerk beschert. Gegen 21.30 Uhr in der „Insel“ angekommen, musste der Abend weiter gestaltet werden. Da es Sonntagabend war, war die dem Jugendgästehaus angeschlossene Kneipe bereits geschlossen. Die am zweitnächsten gelegene Kneipe war der irische Pub „Bobby“, der nun von einem Großteil der Gruppe aufgesucht wurde. Für norddeutsche Kneipengänger inzwischen ungewohnt: Dort durfte geraucht werden. Und das wurde ausgenutzt. Man staunte, wer an diesem Abend so alles rauchen konnte, obwohl man sie sonst nie mit Zigarette sah! In der Runde wurde mit viel Spaß und weniger Regelverständnis ein Würfelspiel namens „Meier“ gespielt. Das alles hatte dann um 23.30 ein Ende, als  „Bobby“ den Kneipenschluss verkündete. Da gab es nur noch die Möglichkeit, sein Glück im „Zunftstüble“ (vom norddeutschen Ohr auch als „Sumpfstüble“ vernommen) oder im „Mojo“ (Lara, ist das richtig so geschrieben?) oder im Gemeinschaftsraum des Jugendgästehauses zu versuchen.


Montag, 13.10.08

Der Morgen stand zur freien Verfügung. Einige holten Schlaf nach oder beschäftigten sich vor Ort, ein Großteil der Gruppe nutzte die Gelegenheit, um mit dem Bus nach Stuttgart zu fahren.
Dort genossen wir  auf Empfehlung von Norbert zunächst den Blick vom 10. Stock des Bahnhofsturms. Da die Sonne wieder schien, lohnte sich der Blick auf Stuttgart. Gemeinsam
marschierten wir durch den Schlosspark und sahen das Schloss,  Denkmäler und Springbrunnen an.
Danach zerstreuten sich alle in kleine Grüppchen und schlenderten durch die Stuttgarter Einkaufsstraßen. Es wurde richtig warm und man konnte sich  im Straßencafé oder auf dem Schloss-
parkrasen prima sonnnen.

Am späten Nachmittag war es wieder Zeit für unsere Werbetour in eigener Sache. Um auf unser abendliches Konzert aufmerksam zu machen, sangen wir an zwei verschiedenen Plätzen  A-cappella-Stücke. Miriam verteilte freundlicherweise Handzettel an Passanten. Aufmerksame Späher hatten schon das ein oder andere R& V Plakat in Waiblingen entdeckt.
Auftrittsort war die katholische St. Antoniuskirche, die einen starken Hallkörper darstellte. Daraufhin mussten die Bandstücke etwas langsamer gespielt werden.
Man staunte schon etwas, als man auf dem Weg zum Schminken im Keller der Kirche an einer hell erleuchteten Sporthalle vorbei kam, in der ältere Herren Tischtennis spielten.  Während der Wartezeit kredenzte der Herr Pfarrer einen Schluck Messwein für bedürftige Chorsänger/innen.
Zu unserer Freude trudelten dann doch noch einige Gäste ein. Wobei die meisten durch persönliche Kontakte kamen: unser Busfahrer, der Pfarrer, Sigruns Familie, Norberts Kinder, Florians Studienkollegen, Christians „Schwager“,  Laras Kneipenbekanntschaft, die „Popcollection“, hab ich welche vergessen? Auf jeden Fall waren es immerhin an die 50 Gäste.
Unsere Darbietung kam wohl gut an. Zumindest gebärdete sich das Publikum auch  nach 2 Zugaben noch wild und so kam Torsten auf die Idee, die Popcollection auf die Bühne zu bitten, um das Konzerterlebnis von Samstag wiederzubeleben und mit ihr zusammen den Gospel „He’s the king“ als ultimative Zugabe zu singen.

Konzertreisenabschluss wollten wir in einem schwäbischen Spezialitäten-Lokal feiern, das Norbert schon vor geraumer Zeit reserviert hatte. Leider hatte es geschlossen und wir zogen zum Italiener im Ort um. Da der Tag so warm war, konnte man auch jetzt noch draußen sitzen. Drinnen hätten nicht alle Platz gefunden.
Es war ein sehr herzliches Zusammensitzen mit der Popcollection, die wir nun das 2.Mal trafen. Nichtsdestotrotz fühlte es sich so an, als wären wir bereits seit Jahren mit diesem Chor befreundet. (siehe auch www.popcollection.de)

Dienstag, 14.10.08

Abschied von vielen Chormitgliedern, die heute noch nicht mit nach Hamburg reisen wollten: Norbert, Marianne, Manuel und Esteban, Kerstin und Bastian, Jutta und Heiko, Torsten (Sigrun hatte sich bereits gestern Abend verabschiedet). Das kann doch nicht gutgehen, ohne Torsten zurück zu reisen! Immerhin hat er nicht versäumt, uns einen kompetenten Ersatz in Person von Christian zu stellen.
So nahm die Chorreise ihren Endspurt Richtung Hamburg auf und hinterließ kilometerweise Eindrücke, Gespräche, Altstädte, Urlaubsstunden, Begegnungen mit  Chor- und Bandmitgliedern.

Danke an Norbert für die Idee, Buchung der Unterkunft, Kontakt zur Popcollection und die Organisation in Waiblingen.
Danke an Torsten für die Gesamtorganisation und Leitung dieser erlebnisreichen Chorfahrt.
Danke an Miriam für ihre solistischen Einsätze.
Danke an die Band für die gute musikalische Unterstützung der Konzerte.
Danke an Gerrit für die Tontechnik.


von Katja Busch-Oldenburg

 

Stand: 04.10.2010