Tourbericht R&V Connection
vom 10.10. bis 14.10.2008 nach Waiblingen
Chor: R & V Connection
Gastsolistin: Miriam Schüler
Band: Niklas am Bass, Jan an der Gitarre, Julian am Schlagzeug, Torsten am Klavier
Freitag, 10.10.0814.00 Uhr : Ohne Verzögerungen Abfahrt! Stimmung ist gut.
In
Hannover stießen Lara und Niklas dazu. Jetzt waren wir für die Fahrt
komplett. Am Zielort würden wir Kerstin und Basti treffen, die sich von
Mailand auf den Weg gemacht haben sowie unser Waiblinger Chormitglied
Norbert.
Ohne erwähnenswerte Verkehrsbehinderungen kamen wir nach
genau 10 Stunden um 24.00 Uhr in Waiblingen vor unserer Unterkunft, dem
Jugendgästehaus „Insel“ an. Die gepflegten Zimmer wurden eingenommen
und man traf sich noch in lockerer Runde oben im Gemeinschaftsraum, der
auch einen Raucher-Balkon zu bieten hatte.
Samstag, 11.10.088.30
Uhr Frühstück „Was kann man Ihnen zu trinken bringen?“ wurde der
geflügelte Satz der Waiblinger Morgen, wir wurden bedient wie im Hotel.
Die Unterkunft war klasse, gute Wahl, Norbert!
10.00 Uhr
Stadtführung durch Waiblingen. Durch den herbstlichen Morgendunst
setzte sich die Sonne durch. Wir lernten Fachwerkhäuser kennen,
erfuhren viel über verputzten und unverputzten Fachwerkbau. Wenn
Fachwerk nicht verputzt wurde, dann war es zumindest farbig (rot,
ocker) gestrichen und zeigte Verzierungen. Die Altstadt Waiblingens
stammt aus dem 17. Jahrhundert und ist wunderhübsch anzusehen.
Waiblingen
wird von einer noch erhaltenen Stadtmauer umgeben, an dessen Innenseite
es einen schmalen, dunklen Mauergang gibt. Für Fußgänger geeignet,
sofern es keinen Gegenverkehr gibt. Idealer Platz für nächtliche
geheime Treffen; vielleicht auch Gefahr vor dunklen Gestalten.
Vom Hochwachtturm hat man einen tollen Blick auf Altstadt und Gärten.
Besichtigt
haben wir noch die Michaelskirche sowie das "Nonnenkirchlein“ aus dem
15. Jahrhundert, in dem wir einen Gesang anstimmten, der viel zu kurz
dauerte und jedem ins Bewusstsein rückte, warum wir gemeinsam auf Reise
sind.
Nachmittags trafen wir uns zur Probe mit der
„Popcollection“ in einer Grundschule. 12 supernette Leute, die uns mit
besonderer Offenheit empfingen und sich mit großer
Selbstverständlichkeit zwischen uns mischten als täten sie das täglich.
Ihre Chorleiterin Margit probte mit uns auf recht dynamische Art die 3
Gospel, die wir heute Abend gemeinsam singen würden. In der Pause wurde
mit Sekt und O-Saft angestoßen, die Sonne machte den Eindruck als sei
noch Sommer, so dass das Pausenende unpassend war.
Nach der Probe
ging’s ab nach Bad Cannstadt, wo im Kursaal alle Vorbereitungen für das
abendliche Konzert getroffen werden mussten. Der Chor hatte noch Zeit,
sich im Park in der Sonne bei Kaffee und Kuchen zu stärken.
19.30
Uhr Konzert mit der „Popcollection“. Dank der Popcollection waren es im
Publikum doch so ca. 90 Leute. Es kamen aber auch Verwandte und Freunde
einiger Mitglieder von R&V! Das Konzert machte Spaß und kam beim
Publikum gut an, also konnten wir alle zufrieden sein.
Die
Popcollection bestach durch Gesangssicherheit, Choreografie und
Bühnenzauber mit verschiedenen Requisiten. Ihre Ausstrahlung und Show
wirkte äußerst professionell.
Bei einem gemeinsamen Essen im Kursaal
konnte unsere Spannung abfallen und die Vermischung beider Chöre
voranschreiten, dies erleichterte auch die lockere Sitzordnung.
23.30
Abfahrt des Busses Zur „Insel“ nach Waiblingen. Ab 24.00Uhr begann das
individuelle Nachtprogramm. Einige schlugen sich durch die Waiblinger
Nachtszene, bis alle Lokale schlossen, andere trafen sich auf ein
Getränk (oder mehrere) im Gemeinschaftsraum des Gästehauses.
Sonntag, 12.10.0810.00
Abfahrt nach Tübingen. Bei herrlichem Wetter kamen wir in einer noch
sonntäglich verschlafenen „Blumen“stadt an. Geschmackvolle üppige
Blumenarragements wohin das Auge blickte. Die Aufbauten von
Straßenverkäufern in der Fußgängerzone kündigten an, dass es nicht
menschenleer bleiben würde.
Erster Programmpunkt: Stocherkahnfahrt auf dem Neckar. Mit 16 Personen jeweils nahmen wir
in
einem Kahn Platz, der recht komfortabel war durch seine ausladenden und
zum Entspannen einladenden Rückenlehnen. Die Stimmung war trotz
der Witze des Gondoliere lustig.
Interessantes hatte er über die
zahlreichen (schlagenden) Verbindungen in Tübingen zu berichten sowie
über Herrn Hölderlin.Bleibendes Erlebnis für jedes Chorsänger-Herz war
die Zusammenkunft mit dem Nachbarboot unter einer breitenNeckarbrücke,
die für ihre gute Akustik
berühmt ist. Man kann sich denken, was nun geschah. Wir hatten wiedereinen unplanmäßigen Auftritt.
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Danach war Schlendern durch die Stadt und Rasten in Cafés angesagt.
Viele
nahmen später an einer Führung durch den Tübinger Kerker und die
Altstadt teil. Auch hier gab es viel Fachwerk zu sehen, insbesondere
solches, das auf einer engen Grundfläche gebaut, sich in der Höhe
treppenartig verbreiterte, um innen mehr Platz zu schaffen.
Am
Abend auf dem Rückweg nach Waiblingen machten wir einen Abstecher nach
Fellbach, um auf dem Herbstmarkt oder dem Weinfest einen schwäbischen
Zwiebelkuchen oder Schmandkuchen mit „neuem Wein“ zu probieren. Wenn
man als Schleswig-Holsteiner/in Federweißer erwartete, wurde diese
Erwartung enttäuscht. Der Wein war süß wie Traubensaft und sprudelte
nicht. Zum Glück gab es jede Menge anderer Weinsorten, so dass die
Stimmung stetig stieg. Rechtzeitig bevor der Bus fuhr, wurde uns noch
ein Feuerwerk beschert. Gegen 21.30 Uhr in der „Insel“ angekommen,
musste der Abend weiter gestaltet werden. Da es Sonntagabend war, war
die dem Jugendgästehaus angeschlossene Kneipe bereits geschlossen. Die
am zweitnächsten gelegene Kneipe war der irische Pub „Bobby“, der nun
von einem Großteil der Gruppe aufgesucht wurde. Für norddeutsche
Kneipengänger inzwischen ungewohnt: Dort durfte geraucht werden. Und
das wurde ausgenutzt. Man staunte, wer an diesem Abend so alles rauchen
konnte, obwohl man sie sonst nie mit Zigarette sah! In der Runde wurde
mit viel Spaß und weniger Regelverständnis ein Würfelspiel namens
„Meier“ gespielt. Das alles hatte dann um 23.30 ein Ende, als
„Bobby“ den Kneipenschluss verkündete. Da gab es nur noch die
Möglichkeit, sein Glück im „Zunftstüble“ (vom norddeutschen Ohr auch
als „Sumpfstüble“ vernommen) oder im „Mojo“ (Lara, ist das richtig so
geschrieben?) oder im Gemeinschaftsraum des Jugendgästehauses zu
versuchen.
Montag, 13.10.08Der Morgen
stand zur freien Verfügung. Einige holten Schlaf nach oder
beschäftigten sich vor Ort, ein Großteil der Gruppe nutzte die
Gelegenheit, um mit dem Bus nach Stuttgart zu fahren.
Dort
genossen wir auf Empfehlung von Norbert zunächst den Blick vom
10. Stock des Bahnhofsturms. Da die Sonne wieder schien, lohnte sich
der Blick auf Stuttgart. Gemeinsam
marschierten wir durch den Schlosspark und sahen das Schloss, Denkmäler und Springbrunnen an.
Danach
zerstreuten sich alle in kleine Grüppchen und schlenderten durch die
Stuttgarter Einkaufsstraßen. Es wurde richtig warm und man konnte
sich im Straßencafé oder auf dem Schloss-
parkrasen prima sonnnen.
Am
späten Nachmittag war es wieder Zeit für unsere Werbetour in eigener
Sache. Um auf unser abendliches Konzert aufmerksam zu machen, sangen
wir an zwei verschiedenen Plätzen A-cappella-Stücke. Miriam
verteilte freundlicherweise Handzettel an Passanten. Aufmerksame Späher
hatten schon das ein oder andere R& V Plakat in Waiblingen entdeckt.
Auftrittsort
war die katholische St. Antoniuskirche, die einen starken Hallkörper
darstellte. Daraufhin mussten die Bandstücke etwas langsamer gespielt
werden.
Man staunte schon etwas, als man auf dem Weg zum Schminken
im Keller der Kirche an einer hell erleuchteten Sporthalle vorbei kam,
in der ältere Herren Tischtennis spielten. Während der Wartezeit
kredenzte der Herr Pfarrer einen Schluck Messwein für bedürftige
Chorsänger/innen.
Zu unserer Freude trudelten dann doch noch einige
Gäste ein. Wobei die meisten durch persönliche Kontakte kamen: unser
Busfahrer, der Pfarrer, Sigruns Familie, Norberts Kinder, Florians
Studienkollegen, Christians „Schwager“, Laras
Kneipenbekanntschaft, die „Popcollection“, hab ich welche vergessen?
Auf jeden Fall waren es immerhin an die 50 Gäste.
Unsere Darbietung
kam wohl gut an. Zumindest gebärdete sich das Publikum auch nach
2 Zugaben noch wild und so kam Torsten auf die Idee, die Popcollection
auf die Bühne zu bitten, um das Konzerterlebnis von Samstag
wiederzubeleben und mit ihr zusammen den Gospel „He’s the king“ als
ultimative Zugabe zu singen.
Konzertreisenabschluss wollten wir
in einem schwäbischen Spezialitäten-Lokal feiern, das Norbert schon vor
geraumer Zeit reserviert hatte. Leider hatte es geschlossen und wir
zogen zum Italiener im Ort um. Da der Tag so warm war, konnte man auch
jetzt noch draußen sitzen. Drinnen hätten nicht alle Platz gefunden.
Es
war ein sehr herzliches Zusammensitzen mit der Popcollection, die wir
nun das 2.Mal trafen. Nichtsdestotrotz fühlte es sich so an, als wären
wir bereits seit Jahren mit diesem Chor befreundet. (siehe auch
www.popcollection.de)
Dienstag, 14.10.08Abschied
von vielen Chormitgliedern, die heute noch nicht mit nach Hamburg
reisen wollten: Norbert, Marianne, Manuel und Esteban, Kerstin und
Bastian, Jutta und Heiko, Torsten (Sigrun hatte sich bereits gestern
Abend verabschiedet). Das kann doch nicht gutgehen, ohne Torsten zurück
zu reisen! Immerhin hat er nicht versäumt, uns einen kompetenten Ersatz
in Person von Christian zu stellen.
So nahm die Chorreise ihren
Endspurt Richtung Hamburg auf und hinterließ kilometerweise Eindrücke,
Gespräche, Altstädte, Urlaubsstunden, Begegnungen mit Chor- und
Bandmitgliedern.
Danke an Norbert für die Idee, Buchung der Unterkunft, Kontakt zur Popcollection und die Organisation in Waiblingen.
Danke an Torsten für die Gesamtorganisation und Leitung dieser erlebnisreichen Chorfahrt.
Danke an Miriam für ihre solistischen Einsätze.
Danke an die Band für die gute musikalische Unterstützung der Konzerte.
Danke an Gerrit für die Tontechnik.